NORDLICHTER
Immer am letzten Sonntag im Monat zeigen wir einen Film aus Skandinavien.
NIE ALLEIN
Als der Zweite Weltkrieg über Mitteleuropa hereinbricht, suchen viele Juden, die vor Hitlers Unterdrückung fliehen, Zuflucht in der Ferne, einige von ihnen in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Finnland. Doch Finnlands Bündnis mit Nazi-Deutschland bedroht bald diese Zuflucht. In Helsinki erweist sich Abraham Stiller (Ville Virtanen), ein prominenter jüdischer Führer und Philanthrop, als ein Leuchtturm der Hoffnung. Er beruhigt die verängstigten Flüchtlinge: „Dies ist Finnland, nicht Deutschland." Doch die Situation eskaliert, als die jüdischen Flüchtlinge gewaltsam in Arbeitslager in der Nähe der deutschen Streitkräfte in Nordfinnland gebracht werden. Angesichts dieser Krise bittet Stiller Arno Anthoni (Kari Hietalahti), den neuen Chef der Staatspolizei, um Hilfe, doch er erhält eine unheilvolle Warnung, die die gesamte finnische jüdische Gemeinde in Gefahr bringt. Gefangen in einer gefährlichen Mischung aus Politik und Loyalität, muss Stiller seine persönlichen Gefühle und sein strategisches Denken in Einklang bringen.
Am Sonntag, den 29. März um 19 Uhr in der Filmgalerie


THERAPIE FÜR WIKINGER
Nach 15 Jahren wegen Bankraub wird Anker aus dem Gefängnis entlassen. Die Beute hat damals sein Bruder Manfred vergraben, der seit seiner Kindheit an einer Identitätsstörung leidet. Dass er so lange auf seinen Bruder warten musste, ist Manfred nicht gut bekommen. Er hat seine psychische Störung weiter ausgebaut und sich ganz und gar der Musik verschrieben. An das Geld und daran, wo er es vergraben hat, kann sich Manfred logischerweise nicht mehr erinnern. Anker bringt seinen Bruder zurück in ihr gemeinsames Elternhaus, das jetzt von einer Boxerin über Airbnb vermietet wird, in der Hoffnung, dies könnte die Erinnerung an sein früheres Ich auslösen. Anker hat keine Zeit zu verlieren. Denn sein Komplize von damals, Friendly Flemming, ist ihnen auf den Fersen und beansprucht die Beute für sich. Doch in den dunkelgrünen Wäldern Dänemarks wartet nicht nur ein Haufen Geld auf ihn, sondern auch der tiefe Schmerz einer verletzten Kinderseele.
Der neueste Streich des Komödien-Dreamteams aus Dänemark: THERAPIE FÜR WIKINGER schleudert Pointen-Material im Sekundentakt, ist hinreißend unberechenbar und bösartig witzig.
Am Sonntag, den 26. April um 19 Uhr in der Filmgalerie
NACHBEBEN
Auf der überlasteten Schlaganfallstation eines Krankenhauses beginnt der Tag für die erfahrene Neurologin Alexandra wie so viele zuvor: zu wenig Personal, zu viele Entscheidungen, ein ständiger Kampf gegen die Uhr. Alexandra arbeitet schnell, präzise, routiniert – eine Ärztin, die gelernt hat, im Ausnahmezustand zu funktionieren. Als der 18-jährige Oliver mit seiner Mutter Camilla die Station betritt, wirkt sein Zustand zunächst unspektakulär. Alexandra stuft seine Symptome als harmlos ein, eine Kollegin äußert leise Zweifel – doch in der Hektik der Station verhallen Warnungen leicht. Oliver wird nach Hause geschickt, doch nur kurze Zeit später bricht er in der Station zusammen …
Was darauf folgt, ist ein präzise beobachteter, psychologischer Thriller: Eltern suchen Antworten, Kolleg:innen rücken ab, Hierarchien beginnen zu wanken. Und mittendrin Alexandra – konfrontiert mit der Möglichkeit eines folgenschweren Irrtums und den emotionalen Nachwirkungen eines Moments, der ihr Selbstverständnis erschüttert …
Am Sonntag, den 31. Mai um 19 Uhr in der Filmgalerie
